Mikronährstoffe zur Bewältigung von Stress
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Was ist Stress?
Unter Stress verstehen wir umgangssprachlich körperlich und psychisch belastende
Situationen im beruflichen und familiären Umfeld. Wachsende Anforderungen, zunehmender Zeitdruck, Schnelllebigkeit und komplexere Umstände führen zu einem „stressigen“ Alltag. Dabei spielt es im ersten Moment eine Rolle, ob wir eine Situation als positiv, unwichtig oder belastend einschätzen. Bewerten wir die Situation als belastend, bewerten wir in einem zweiten Schritt, ob unsere Ressourcen für die Bewältigung der belastenden Situation zur Verfügung stehen. Das Entstehen einer Stresssituation hängt also massgeblich von unseren eigenen Ressourcen wie körperliche und psychische Energie und den äusseren Umständen, wie das soziale Umfeld, die finanzielle Situation und die verfügbare Zeit ab.
Stress ist nicht gleich Stress…
Der Körper kennt zwei grundsätzliche Reaktionen, um ein langfristiges Überleben zu sichern. Die sogenannte schnelle Stressreaktion wird durch die Aktivierung des Sympathikus-Nervensystem ausgelöst. Dabei stimuliert dieser das Mark der Nebennieren, dort werden daraufhin die beiden Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Diese Stresshormone führen in Sekundenschnelle zu einem Anstieg der Herzfrequenz und Durchblutung der Muskulatur, die Bronchien werden erweitert, was zu einer besseren Sauerstoffversorgung führt und die Leistungsfähigkeit des Körpers wird kurzfristig massiv erhöht. Für das kurzfristige Überleben ist dies von zentraler Bedeutung. Bei der langsamen Stressreaktion steht eher die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit bei langfristiger Belastung im Vordergrund. Durch die Stimulation der Nebennierenrinde wird der Botenstoff Cortisol freigesetzt, der entzündungshemmend wirkt und das Immunsystem herunterfährt. Zudem wird der Blutdruck stabilisiert und Energiereserven freigesetzt.
Ab wann macht Stress krank?
Soweit erfüllen die physiologischen Stressreaktionen wichtige Aufgaben im täglichen
„Überleben“ Fährt der Körper nach einer akuten Stressreaktion wieder herunter und erreicht sein ursprüngliches Aktivierungsniveau nach einer regenerativen Phase wieder, bleiben wir langfristig gesund. Bleibt das Stresssystem durch anhaltende Belastungen und unzureichende Erholung dagegen dauerhaft aktiviert, führt dies zu einer Beeinträchtigung von zentralen Körperfunktionen, wie Schlaf, Immunsystem und Regeneration. Die Auswirkungen sind zum Teil gravierend: Das Herz-Kreislauf-System nimmt Schaden, die körperliche und psychische Belastbarkeit nimmt stark ab, das Immunsystem wird geschwächt, entzündliche Prozesse nehmen zu und die emotionale Erschöpfung kann in depressive Symptome bis zur Angststörung münden.
Hier kommen die Mikronährstoffe ins Spiel
Mikronährstoffe übernehmen in den unterschiedlichen Systemen unseres Körpers vielfältige Aufgaben So auch im Nervensystem und im Bereich der Psyche:
- Calzium ist zentral an der Übertragung von Nervenreizen beteiligt
- Vitamin E schützt mit seiner antioxidativen Wirkung die Nerven
- Vitamin C wirkt ebenfalls stark antioxidativ und ist an der Bildung von wichtigen Botenstoffen beteiligt
- B-Vitamine sind an der Bildung von Botenstoffen des Nervensystems beteiligt.
- Magnesium wirkt am Stoffwechsel der Nervenzellen mit
-
Zink ist ein Cofaktor bei der Bildung von Botenstoffen und ist wie Magnesium am
Stoffwechsel der Nervenzellen beteiligt - Folsäure senkt den Homocysteinspiegel, der das Risiko für eine Depression erhöhen kann.
Das sagen aktuelle Studien
Verschiedene Studien haben die Auswirkungen der Einnahme von Mikronährstoffen auf das Stressempfinden untersucht. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass sich das Stresslevel bei Einnahme einesVitamin B Komplex verbessert. Eine andere Studie konnte diesen Effekt bei einer Gabe von Magnesium belegen. Eine weitere Forschungsarbeit zeigte einen positiven Effekt auf das psychische Wohlbefinden und die Gehirnfunktion nach Gabe von Magnesium, Vitamin E und Folsäure. Es konnte gezeigt werden, dass bei gestressten Personen die Magnesium- und Zinkspiegel messbar erniedrigt sind, bei depressiven Verstimmungen wird zusätzlich ein Vitamin D Mangel diskutiert. Auf Basis dieser durch Studien erlangten Erkenntnisse erscheint eine Supplementation mit den wichtigsten Mikronährstoffen auch bei limitierter Datenlage und weiterem Forschungsbedarf sinnvoll und zielführend für den Erhalt einer optimalen Körperfunktion.
