Mikronährstoff-Lexikon

Einklappbarer Inhalt

Vitamine

Vitamine- ein kurzer Überblick

Vitamine gehören wie Mineralstoffe und Spurenelemente zu den essentiellen, das heisst lebenswichtigen Mikronährstoffen. Man kann sie grob in wasserlösliche und fettlösliche Vitamine aufteilen. Diese Eigenschaft bestimmt, wie sie im Körper aufgenommen und verstoffwechselt werden.

Dabei haben bestimmte Vitamine besondere Eigenschaften. Manche wirken antioxidativ, sie schützen die Zellen und Zellwände vor der oxidativen Schädigung durch freie Radikale, die an der Entstehung von Diabetes, Krebs und Arteriosklerose beteiligt sein können.

Andere hingegen sind am Stoffwechsel unserer Nerven, insbesondere unseres Gehirns beteiligt und regeln den Energiehaushalt im Körper. Wiederum andere greifen entscheidend in das Wachstum und die Ausgestaltung von Zellen und Gewebe ein.

Da der Körper Vitamine zum Teil nicht selbst bilden kann ist der menschliche Körper zwingend auf eine Zufuhr von aussen angewiesen. Zudem gibt es auch zahlreiche äussere Umstände, die zu einem Mangel an Vitaminen führen können. So können unsere täglichen Entscheidungen, was wir essen und was wir an Genussgiften konsumieren, unseren Vitaminbedarf beeinflussen. Auch gibt es im Laufe eines Lebens Phasen, die zu einem erhöhten Bedarf an Vitaminen führen können. Zudem können Krankheiten, Medikamente und körperliche Beeinträchtigungen unserem Körper wertvolle Vitamine entziehen.

Die wichtigsten Ursachen für einen erhöhten Bedarf oder Mangel an Vitaminen im Überblick.

  • Alkoholkonsum und Rauchen
  • erhöhter Bedarf in Schwangerschaft und Stillzeit, als alter Mensch, in der Wachstumsphase bei Kindern, bei erhöhter körperlicher Aktivität und im Leistungssport
  • falsche oder einseitige Ernährung, Fehler beim Zubereiten der Nahrung, radikale Diäten
  • Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes, Krebs, Infektionen, Erkrankungen der Leber oder
    Niere, Schilddrüsenfehlfunktion
  • Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika, Kortison, Abführ- und Schmerzmittel, Schildrüsenpräparate, Verhütungspille, Säureblocker, Blutdrucksenker und viele mehr
  • verminderte Aufnahme durch Erkrankungen der Verdauungstrakts, wie zum Beispiel Colitis und Morbus Crohn, Zöliakie, Gastritis, fehlende Darmabschnitte, Parasiten und in der Geriatri
  • Vitaminverlust durch Operationen, Verbrennungen, Traumata und Umwelteinflüsse wie
    Schwermetall, Chemikalien- und Strahlenbelastung

Mineralstoffe & Spurenelemente

Mineralien und Spurenelemente- das Wichtigste in Kürze

Je nach Konzentration spricht man von Mineralstoffen, zum Beispiel Calcium, oder weil sie in geringerer Menge benötigt werden, von Spurenelementen, zum Beispiel Zink.

Die Mineralstoffe haben zentrale Aufgaben im Körper. So steuern sie den Wasser- und Elektrolythaushalt, beeinflussen die Funktion der Nerven und Muskeln und regeln die Elastizität der Blutgefäße. Zudem sind sie Baustoffe für die Knochen und Zähne und spielen eine Rolle bei der Blutgerinnung.

Die Spurenelemente aktivieren wichtige Enzyme im Stoffwechsel und beteiligen sich am körpereigenen Schutzsystem gegen freie Radikale.

Besondere Lebenssituationen erfordern einen erhöhten Bedarf an diesen Stoffen. Dazu gehören insbesondere das fortgeschrittene Alter, Schwangerschaft und Stillzeit und das Wachstum bei Kindern.

Einen grossen Einfluss haben auch die individuellen Lebensumstände, wie der Konsum von Zigaretten und Alkohol und die Ernährungsgewohnheiten. Kommen dann noch bestimmte Krankheiten und die Einnahme von Medikamenten hinzu, kann dies schnell zu einem Mangelzustand führen.

Oft ist auch die Aufnahme durch Einschränkungen im Verdauungstrakt Grund für eine Unterversorgung. Nicht zuletzt beeinflussen auch die äußeren Einflüsse, wie Schwermetallbelastungen und Nährstoffarmut in den Ackerböden den Grad der Versorgung mit diesen lebenswichtigen Stoffen.

Aminosäuren

Aminosäuren schnell Erklärt

Aminosäuren sind die elementaren Bausteine der Proteine unseres Körpers. Ohne sie können keine Struktur- und Transportproteine wie zum Beispiel Kollagen und Hämoglobin gebildet werden. Wichtige Botenstoffe des Nervensystems und des Hormonhaushalts sind Proteine. Die DNA in jeder einzelnen Körperzelle wird aus einer Kette aus Aminosäuren aufgebaut und nicht zuletzt funktioniert das Immunsystem und der Verdauungsprozess nur aufgrund der dabei beteiligten Proteine. So ist ein ausgewogener Aminosäurenhaushalt für die Struktur und die Funktion des Organismus ein überlebensnotwendiger Faktor.


Von den 20 für den Menschen notwendigen Aminosäuren sind 9 essentiell, das heisst sie müssen dem Körper über die Nahrung zugeführt werden. Ist der Ernährungsstil proteinarm oder liegen bestimmte Erkrankungen wie zum Beispiel der Leber, der Niere oder HIV vor, können Mangelzustände eintreten. Ein solcher Mangel macht sich als Infektanfälligkeit, Immunschwäche, Muskelabbau und letztendlich als Versagen einzelner Organe bemerkbar.

Essentielle Fettsäuren

Essentielle Fettsäuren-das Basiswissen

Wird unser Körper durch eine ausgewogene und ausreichende Menge an gesunden Ölen und Fetten versorgt, kann er die verschiedenen Fettsäuren, die er benötigt, selbst herstellen. Die einzige Ausnahme bilden die mehrfach ungesättigten Omega 3, Omega 6 und Omega 9 Fettsäuren, die dem Körper als fertige Substanzen zugeführt werden müssen. Sie sind daher essentiell für unseren Stoffwechsel.

Die essentiellen Fettsäuren übernehmen wichtige Funktionen im Körper. Zum einen sind sie die Bausteine der Zellwände und halten diese geschmeidig und funktionsfähig, zum anderen tragen sie zu Regeneration und Wachstum von Zellen bei. Zudem regulieren sie das Cholesterin, die Blutfette, den Blutdruck und die Blutgerinnung, vermindern Entzündungen, erhalten die geistigen Funktionen und das Sehvermögen und begünstigen eine gesunde Haut.

Ein erhöhter Bedarf an essentiellen Fettsäuren kann in verschiedenen Lebensphasen vorkommen, zum Beispiel während des Wachstums, im hohen Lebensalter und während der Schwangerschaft und Stillzeit. Zudem erfordern chronische entzündlich-degenerative Erkrankungen wir zum Beispiel Allergien, Alzheimer, Psoriasis oder Multiple Sklerose eine erhöhte Zufuhr.

Durch eine einseitige, an wertvollen Fetten verarmte und unausgewogene Ernährungsweise und die mangelhafte Aufnahme der Fettsäuren im Darm kommt es zusätzlich zu einem Mangel. Verletzungen, Operationen, Diätkuren mit geringer Fettaufnahme über eine längere Zeit tragen ebenso zu einer Unterversorgung bei.

Die Symptome eines Mangels sind vielfältig und gravierend. Wachstums-, Konzentrations- ,Lern- und Verhaltensstörungen, sowie Beeinträchtigungen der Muskulatur, des Sehvermögens und des Herz Kreislaufsystems gehören sicher zu den wichtigsten Erscheinungen.